Buddha in a Box
Konzept
Fernseher mit einer in Echtzeit gerenderten 3D Szene, die sich in Relation zu dem Blickwinkel eines(!) Betrachters verhält. Das gerenderte Objekt ist ein Mensch, dessen Augen dem Betrachter folgen. Der Körper wird in Relation zu der Position des Betrachters so gedreht, dass die Illusion eines räumlichen Objektes entsteht.
Die Intention ist das Brechen der Erwartungshaltung eines Betrachters, der an einen Fernseher herantritt. Also die untypische Möglichkeit der Interaktion mit einer Fernsehprojektion in einem Ausstellungskontext. Ein weiterer (für den Betrachter ungewohnter) innovativer Aspekt ist die Illusion von 3D ohne zusätzliche Hilfsmittel. Die Arbeit soll dem Betrachter - durch die Änderung der Lage seines Körpers im Raum - ein (gefühlt) unmittelbares Interface bieten. Wenn der Kamerabereich verlassen wird geht die 3D Szene in ein visuelles und akustisches Rauschen unter.
Videos
Manipulation der 3D Szene in Relation zur Gesichtserkennung
Technische Umsetzung
Der größte Part von Buddha in a Box ist mit VVVV realisiert worden. Lediglich der Sound (white noise) sowie der 3D Körper wurden mit Audacity und Cinema4D erstellt. Das Bildrauschen ist eine modifizierte Version von Conway's cellular automaton aka "game of life" und komplett als Shader implementiert (siehe dazu auch White Noise).
Ähnliche Ansätze
Es existieren einige ähnliche - und sehr interessante - Ansätze auf die ich hier lediglich verweisen möchte:
- "Head Tracking for Desktop VR Displays using the WiiRemote" von Johnny Chung Lee
- "3d navigation and facedetection" von Benedikt Groß
Bilder


